Dr. Christian Ankowitsch
Aktuelles, Verstreutes, Aufgeregtes und Erwartbares von und über Dr. Ankowitsch

ANKOWITSCH AKTUELL

Trampelpfade

14.08.2010

Ankowitsch: Herr Prof. Helbing, Sie haben die Entstehung von Trampelpfaden erforscht. Wie kommt man als Wissenschaftler auf die Idee, sich mit einem derart exotischen Thema zu beschäftigen?

Helbing: Das ist kein exotisches Thema, ganz im Gegenteil! An Trampelpfaden lässt sich beispielhaft untersuchen, wie sich Systeme selbst organisieren. In diesem Fall geht es um die Frage, wie Menschen gemeinsam etwas Sinnvolles schaffen, ohne sich gegenseitig abzusprechen.

A: Aber Sie werden nicht eines Tages ins Büro gegangen sein und sich gedacht haben: Ab heute widme ich mich Trampelpfaden.

H: Sie werden lachen, aber genau so war es: Aus meinem Fenster an der Stuttgarter Uni habe ich jeden Tag auf ein ziemlich auffälliges Trampelpfadsystem geschaut. Es hat sich also aufgedrängt. Aber es gab natürlich einen Anstoss: Architekten um Frei Otto und Klaus Humpert haben uns im Rahmen eines großen gemeinsamen Forschungsprojektes inspiriert zu erforschen, wie Wegesysteme entstehen.

A: Welche …

WER IST DR. ANKOWITSCH?

The Red Bulletin Seit Ende 2007 schreibe
ich eine regelmässige Kolumne für das "fast unabhängige Monatsmagazin", das vom österreichischen Energydrink-Produzenten Red Bull herausgegeben wird. Die Idee zur Kolumne hatte dessen damaliger Chefredakteur Christian Seiler, ein in Österreich sehr bekannter Journalist, der seinerseits eine Kolumne über seinen Hund Barolo schreibt, und zwar über zehn respekteinflössende Jahre hinweg.

Meine Kolumne heisst "Ankowitschs Kolumne belebt Geist und Körper" und ich schreibe darin über die oft etwas eigenartigen Wechselwirkungen zwischen Kopf und Bauch, über Wahrnehmungsfehler, die Klugheit unserer Intuitionen und die Flüchtigkeit des Glücks.

Auf der Homepage des Red Bulletin können Sie sich die aktuelle Ausgabe herunterladen. Das Magazin erscheint mittlerweile auch in Großbritannien, was mich in die ungewohnte Situation bringt, ins Englische übersetzt und (hoffentlich) auch dort gelegentlich gelesen zu werden. Und wann hat ein deutschsprachiger Journalist schon dieses Vergnügen?

Dr. Ankos 365 So heisst ein WebTV-Format,
das sich die Kölner Produktionsfirma Grundy LE im Jahr 2008 ausgedacht und realisiert hat. Mit mir in der Rolle des alleswissenden, etwas schrulligen Moderators, der ständig eigenartige Kopfbedeckungen trägt, Hackebeile schwingt oder gammelige Makrelen aus der Sakkotasche zieht.

Grundy LE beauftragte die beiden von mir sehr geschätzten Autoren Christoph Schulte-Richtering und Andreas Hutzler (ehemalige Betreiber der Witzefabrik "Punchline"), das Buch zu 20 Folgen zu schreiben. Sie taten es, und wir produzierten für den Oktober 2008 lauter sehr lustige filmische Kalenderblätter. Jedes Video war einer anderen Koriphäe gewidmet, wobei das Koriphäentum bisweilen recht lasch definiert wurde.

Entgegen der Annahme, dass das WebTV-Format wie eine Bombe einschlagen und Homepagebetreiber dazu animieren werde, sie zu kaufen, schlug das Format bloss wie eine Bombe ein, während die Homepagebetreiber schweigsam blieben. Und sie tun es bis heute. Wohl deshalb, weil sie nicht mal wissen, wie sie das Geld verdienen sollen, das sie mit ihrem aktuellen Angebot ausgeben. Und da soll man lustiges Bildungsfernsehen auch noch produzieren?

Sämtliche produzierten Folgen sind bis heute abrufbar und zwar auf zwei Homepages: auf Sevenload und auf wissen.de. Aber, wer weiss, was noch kommt und wer das Geld aus dem Sack tut?

Ebenfalls auf Eis gelegt ist unsere wunderbare Idee eines WWW-Kalenderblatts. Sie können sie auf der stillgelegten Homepage zum WebTV-Format ansehen.



Wir höflichen Paparazzi Seit dem
Jahr 1999 unterhalte ich gemeinsam mit Tex Rubinowitz ein Internetforum namens Wir höflichen Paparazzi.

Begonnen hat alles damit, dass wir Geschichten über zufällige Begegnungen mit Prominenten gesammelt haben. Mit der Zeit wurde eine Community draus, so eine Art soziales Netzwerk (dessen Bedeutung wir in seiner ganzen Tragweite natürlich nicht erkannt haben - es waren Web 1.0-Zeiten). Schliesslich spaltete sich die Community, die Blogs entwickelten sich und so fort (hier der Link zur Wikipedia).

Mittlerweile ist die Entwicklung des WWW über das Forum hinweggefegt, aber mit einer bewunderswerten Zähigkeit hält es sich doch noch am Leben.

Wer wissen will, wie das Web früher mal ausgesehen und funktioniert hat, wer eine Ader für Literarisches hat, ist bei den Höflichen Paparazzi immer noch sehr gut aufgehoben.

Vergriffene Bücher Nur für den Fall,
dass Sie ein Buch von Dr. Ankowitsch bzw. Anko Ankowitsch bzw. Christian Ankowitsch suchen: Wir haben einen kleinen Bestand der jeweils nicht mehr lieferbaren Bücher in unserem Archiv. Wenn also jemand ein bestimmtes Buch sucht, bitte um eine kurze entsprechende Email. Alles weitere dann direkt.

Die Email-Adresse lautet: info (jetzt bitte das at-Zeichen machen) enoto (jetzt den Punkt machen) net

Wenn Sie sich fragen, warum wir die Emailadresse so kompliziert angeben, denken Sie bitte kurz an Ihren Spam-Ordner mit den einschlägigen Infos in Sachen Penisverlängerungen und Schlankheitspillen. Deshalb.



»Das Gute ist besser als das Beste.« 2raumwohnung

Dr. Christian Ankowitsch



Vom Durchwursteln

Nur noch kurze Zeit ...
... soll es nach dem Willen des Eichborn Verlags mein "Illustriertes Hausbuch" geben. Der Verlag wird es nämlich aus seinem Sortiment nehmen … mehr



Berufliches
Biografisches
Dr. Ankos Bücher
Zeugs